Sprachreise nach London

Reportage von

Im Sommer diesen Jahres habe ich mich dazu entschieden, einen Sprachkurs nach London zu unternehmen. Dadurch hat sich nicht nur mein Englisch verbessert, sondern ich habe viele neue Leute aus unterschiedlichen Ländern kennen gelernt und konnte viele schöne und prägende Erfahrungen sammeln.

Zu aller erst, möchte ich mit dem Sprachkurs und der Schule anfangen. Das Gebäude der Universität (LSBU) war sehr schön, modern und offen eingerichtet. Außerdem war es nur wenige  Gehminuten  von unseren Apartments entfernt und in unmittelbarer Nähe befanden sich auch viele Busstation und eine U-Bahn Station, mit der man in der Freizeit London  auf eigene Faust oder mit anderen Kursteilnehmern erkunden konnte. Durch die Fahrkarten, die wir jede Woche bekommen haben, ging das wirklich gut. Der Sprachkurs sowie die Lehrer waren sehr locker und kreativ. Durch die vielen originellen Methoden, wie beispielsweise Dialoge, Plakate und Diskussionen, verging der Unterricht auch sehr schnell. Des Weiteren, haben manche Klassen am Samstag einen themenbezogenen Ausflug gemacht und die Ergebnisse dann am Folgetag zusammengetragen.  Durch die vielen kommunikativen Unterrichtsmethoden konnte man auch viele seiner neuen Kursteilnehmer kennenlernen und neue Freundschaften knüpfen. 

Wir haben natürlich nicht jeden Tag von morgens bis abends Unterricht gehabt. Es gab beispielsweise einmal in der Woche einen Tagesausflug in eine der umliegenden Städte Londons, welche wir mit dem Bus bereisten. Mein erster Ausflug ging in die schöne und teure Studentenstadt Cambridge. Dort haben wir typische Sehenswürdigkeiten, wie die mathematische Brücke ( Bild oben), den Newton Apfelbaum, die Bridge of Sighs, die Corpus Clock und viele weitere Dinge gesehen. Allerdings sind dort nicht nur interessante Sehenswürdigkeiten zu sehen, sondern auch sehr alte Gebäude, wie das Kings College, viele kleine Cafés und Shops. Harry Potter Fans sollten dort auch auf ihre Kosten kommen, da die Architektur sehr an Hogwarts erinnert und es auch einen sehr schönen Harry Potter Store gibt.

Als Nächstes möchte ich über die Aktivitäten in London selbst berichten. Neben den sehr gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsmitteln, haben mich die Anzahl von sehr coolen Märkten überrascht. Es gibt dort wirklich für alle etwas! Ob Vintage oder Second hand Läden, traditionelle Obst und Gemüse Stände, internationales Street food oder lokale und handgemachte Dingen wie Ketten oder Accessoires. Dort musste man einfach sein Geld ausgeben. Wir waren mit unserer Klasse an einem Tag auf gleich drei Märkten. Dem Brixton Market, welcher sehr viele internationale Lebensmittel speziell aus Afrika und Latein Amerika anbietet, den Borough Market, welcher eher auf  lokale  Lebensmittel spezialisiert ist und den Camden Market, wo man sehr viele handgemachte Gegenstände und Street food finden konnte. Am besten fand ich den Markt in Notting Hill und den Spitafields Market, denn diese eignen sich sehr gut wenn man auf der Suche nach Vintage Läden ist. Hier ein kleiner Tipp: wer auch Vintage Shopping mag, sollte unbedingt auf den Brick Lane Market gehen, welcher sehr nah am Spitafields Market liegt.

Für wen Shopping nichts ist und wer sich mehr für kulturelles interessiert, sollte die zahlreichen Museen und Kunstausstellungen nicht verpassen. Leute, die moderne Kunst schön finden, sollten unbedingt Tate Modern besuchen, welches direkt an der Themse liegt und sehr viel bietet. Leute wie ich, die sich eher für alte Gemälde interessieren, können gern die National Gallery besuchen und dort viele berühmte Bilder von beispielsweise van Gogh und Claude Monet sehen. Das Gute ist, dass die ganzen Museen und Galerien für unter 18-jährige kostenlos sind. Nachmittags haben wir auch als Ausflüge viele Museen wie das British  Museum oder das Imperial Museum besucht. Dadurch, dass ich im Kurs ,,Discover London‘‘ war, konnte ich mich einfach abmelden und London selbst erkunden.

Eine Sache die mich sehr überrascht hat, war, dass London so viele, schöne und auch große Parks hat, in denen man einfach gemütlich spazieren gehen oder ein kleines Picknick machen kann. Kensington Garden war einer meiner Lieblingsparks, da er sehr schön angeordnet war und anders als viele andere Parks in London auch noch grün war. Kensington Garden läuft dann in den wohl größten und auch bekanntesten Park Londons, nämlich Heidepark, über. Hier hat man viel Platz, um  Spiele zu spielen oder einfach nur spazieren zu gehen. Aber auch der Jubilee Park am London Eye ist sehr schön. Dort haben wir uns am letzten Abend hingesetzt, um uns zu verabschieden, uns dabei etwas zu essen geholt und der Sonne beim untergehen zugeschaut. Ein letzter Tipp ist noch Primrose Hill. Dies wurde uns von einer der Betreuerin empfohlen. Es ist ein Hügel in einem Park, von dem man die Skyline von London sehen kann, und wenn man Glück hat sogar noch mit Sonnenuntergang im Hintergrund.

Da ich für meinen Aufenthalt nur eine Halbpension gebucht habe, konnte ich mir zwischendurch immer irgendwo etwas holen. Ich muss sagen, es gibt sehr viele leckere Restaurants in London und auch Vegane können an jeder Ecke etwas finden. Als wir unterwegs waren, haben wir uns häufig etwas auf den zahlreichen Märkten gekauft. Das ist nicht nur viel günstiger, es schmeckt auch noch sehr gut und frisch. Restaurantempfehlungen sind ,,atis’‘in Notting Hill,  ,,Franco Manca‘‘, eine italienische Pizzabäckerei, bei der wir einen der letzten Abende verbracht haben und ein kleines Frühstückscafé namens ,,Mallow‘‘, bei dem ich mich am letzten Morgen zum Abschluss hingesetzt habe. 

Wir hatten nicht nur Vormittags- /Nachmittagsaktivitäten sondern auch die Möglichkeit, an Aktivitäten am Abend teilzunehmen. Diese waren jedoch genau wie alle anderen freiwillig,  d.h., wir mussten uns nur abmelden und am Abend wieder Bescheid sagen, dass wir wieder in unseren Apartments sind. Das ganze Programm und auch die Leute dort waren sehr locker. An einem Abend haben wir beispielsweise einen Bank Side Walk gemacht. Dies war eine meiner Lieblingsaktivitäten, da wir direkt an der Themse während des Sonnenuntergangs entlanggegangen sind. Nachdem die Sonne untergegangen war, konnten wir die ganzen beleuchteten Hochhäuser sehen. Es gibt dort auch viele Restaurants, in die man sich reinsetzen kann und den Sonnenuntergang beobachten kann. Das hat sich wirklich gelohnt und ich würde es jedem empfehlen. Weitere Abendaktivitäten waren zum Beispiel Movie Night, wo wir uns in einem Hörsaal der Universität einen Film angeguckt haben, Quiz Night, Karaoke, Sport im Park oder eine Picture Challenge. 

Wer sich gerne Kathedralen und Kirchen anschaut, sollte unbedingt in die St.Pauls Kathedrale  gehen. Allerdings ist dort zu beachten, dass man auch als minderjährige Person Eintritt zahlen muss. Nachdem man sich dann das imposante Kircheninnere angesehen hat, kann man, wenn man Lust, hat noch zahlreiche Treppenstufen nach oben gehen und dort den Ausblick genießen. Allerdings sollten Leute, die weder mit Höhe noch mit Enge umgehen können, sich zweimal überlegen ob, sie das wirklich machen wollen, da die Treppen sehr steil und eng sind.

Eine der weiteren Aktivitäten war der Besuch im Sky Garden. Dies ist eins der Zahlreichen, wo man nicht nur einen kompletten Überblick über die Stadt hat, sondern auch sehr schöne Gebäcke probieren kann . Man kann es sich wie einen kleinen botanischen Garten mit Ausblick auf die Stadt Vorstellen. Die Aussichtsplattform erlaubt es auch, viele schöne Bilder zu machen. Eine weitere Attraktion war Covent Garden. Dies ist ein Teil Londons, mit vielen schönen aber auch etwas teureren Geschäften und Restaurants, durch die man einfach durchbummeln kann. Durch die vielen Pflanzen und Fähnchen sieht es einfach sehr schön aus. Gleich um die Ecke befindet sich auch China Town.

Nun zuletzt noch zu meiner Unterkunft. Ich habe in einem sehr einfachen Studentenwohnheim gewohnt. Ich hatte mein eigenes Zimmer mit Waschbecken, musste mir aber Bad und Küche mit fünf oder sechs anderen Zimmerbewohnern teilen, was aber kein großes Problem war. Ein größeres Problem war jedoch die Lautstärke, da das Apartment direkt an der Straße lag. Für zwei Wochen war es allerdings okay. 

Fazit: Ich hatte eine sehr schöne Zeit, in der ich viele Eindrücke und Erfahrungen sammeln konnte. Außerdem habe ich tolle Leute aus unterschiedlichen Ländern kennengelernt. Ich würde dieses Programm für alle empfehlen, die selbstständiger werden wollen, ihr Englisch verbessern wollen oder einfach eine schöne Zeit in London haben möchten.:)