Im Juli diesen Jahres begann für mich ein großes Abenteuer. Zum ersten Mal alleine eine weite Reise mit dem Zug nach Frankreich
Im Juli diesen Jahres begann für mich ein großes Abenteuer. Zum ersten Mal alleine eine weite Reise mit dem Zug: nach Saint- Malo in Frankreich. Was würde mich erwarten, wie sind die Gasteltern, was wird in der Schule verlangt- und habe ich überhaupt Freizeit?
Ich war auch neugierig auf die vielen Mitschüer, aus welchen anderen Ländern sie kamen und wie wir uns verständigen werden. Meine Sprachreise nach Frankreich begann...
Bei meinen Gasteltern fühlte ich mich sehr wohl. Dort war ich zusammen mit einem russichen und einem spanischen Jungen untergebracht. Zur Sprachschule ging es mit dem öffentlichen Bus. Dies dauerte ca.30 Minuten, war aber recht einfach. Aufgeregt war ich schon ein bisschen: denn es stand ein Test bevor. Hatte ich nicht eigentlich Ferien? Der Test war schwierig, aber er teilte das Niveau der Kinder ein.
Die folgenden Tage in der Schule waren interessant und ich konnte zunehmend mehr verstehen und sprechen.
Nun würde ich gerne von der Stadt berichten...
Mein Kursort, Saint- Malo, ist eine sehr schöne und inspirierende Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten, einer Kathedrale und anderen tollen Gebäuden, auf die ich mich jeden Tag gefreut habe. In der Freizeit konnte man in vielen Läden shoppen. Trotz Küstenlage war das Wetter sehr angenehm und meist sonnig.
ein Berg am Strand eine Möwe
...und von der Sprachschule...
Die Sprachschule war sehr gut, mit einer tollen Lage inmitten der schönen Altstadt. Sie war mit allem ausgestattet, was eine gute Schule ausmacht. Der Klassenraum war hell und freundlich. Ich fand es sehr angenehm, dass jede Klasse nur maximal 15 Schüler hatte, und nach Leistungsstand eingeteilt wurde.
So herrschte stets ein sehr angenehmes Klima zum Lernen. Der Unterricht ging insgesamt 3 Stunden mit einer halben Stunde Pause, der Lernstoff war angemessen und die Lehrer/innen freundlich, hilfsbereit und kompetent.
Erst war ich sehr überrascht darüber, wie viele unterschiedliche Nationen sich an dem Kurs beteiligten.
Ich habe Bekanntschaften mit Jugendlichen aus Russland, Spanien, Italien, Japan, den USA und weiteren Ländern gemacht, das war eine ganz besondere Erfahrung für mich.
Dass ich der einzige Deutsche war, machte mir nichts aus, da alle sehr nett zueinander waren. Ich lernte schnell neue Freunde kennen, zu denen ich teilweise immer noch Kontakte pflege. Vor Beginn der Reise hatte ich ein wenig Angst, ob ich den weiten Weg mit dem Zug alleine schaffen würde, aber im Nachhinein habe ich daraus viel gelernt und traue mir nun viel mehr zu.
Nach dem Kurs hatten wir erst eine halbe Stunde Freizeit und anschließend haben wir in Gruppen schöne Besichtigungen unternommen oder viel Spaß beim Surfen oder Strandaufenthalt gehabt.
Ich freute mich immer sehr auf die Ausflüge, denn das Programm war sehr abwechlungsreich.
Wir haben viele schöne Städte besichtigt und vor allem auch die eigene Stadt besser kennengelernt. Abends verbrachten wir unter Freunden noch ein bisschen Zeit und dann um ca. sieben Uhr gab es Essen in der Gastfamilie.
Das hat mir immer gut geschmeckt.
Ich habe in einem schönen Einfamilienhaus gewohnt. Es stand etwas außerhalb der Stadt, aber die Verkehrsanbindung war sehr gut und ich konnte immer mit dem Bus zur Schule oder in die Stadt fahren.
Und die Unterschiede zum Französisch Unterricht zu Hause?
Ich würde sagen, dass der Unterricht in Frankreich wesentlich intensiver ist, aber auch nicht zu anstrengend. Ein großer Unterschied ist auch, dass die Lehrerin Französisch spricht. So war die Theorie immer mit der Praxis verbunden und man machte schnell Fortschritte.
Insgesamt haben wir in 2 Wochen viel mehr gelernt als wir es in der Schule in dieser Zeit tun könnten. Selbstverständlich hörte in Frankreich der Unterricht auch nicht mit dem Verlassen des Klassenzimmers auf, denn auch auf den Straßen, mit den Freunden oder in der Gastfamilie wurde Französisch gesprochen.
Ich denke an viel Spaß, den ich in der schönen Stadt hatte, an viele neue Freunde, die leicht zu finden waren, an die Kultur, die man nun besser kennt und die sehr interessant ist und natürlich auch an meine Fortschritte in der französischen Sprache.