In meinen drei Wochen Dublin habe ich viele neue Leute aus anderen Ländern getroffen, viel gelernt und jede Menge Spaß und Freude gehabt. Von Museum besuchen bis shoppen gehen war echt alles dabei und die Wochen bleiben eine Erinnerung, die ich niemals vergessen werde.
Am 09.07.2023 bin ich zusammen mit meinem jüngeren Bruder von Berlin aus nach Dublin geflogen. Am Flughafen wurden wir dann von einer Begleiterin abgeholt, die mit uns zum Internat gefahren ist. Zuerst waren wir noch allein, weil die anderen, die schon eine Woche da waren, auf einem Ausflug waren. Am Nachmittag sind die anderen dann aber auch gekommen und ich habe die Mädchen aus meinem Zimmer kennengelernt. Beide Mädchen kamen auch aus Deutschland. Nach einer Woche Aufenthalt haben wir noch ein Mädchen aus Italien in unser Zimmer bekommen.
Das Gelände vom Internat war sehr groß. Es gab verschiedene Felder für diverse Sportarten, ein großes Schulgebäude, kleinere Schulgebäude, eine Turnhalle, Wohnhäuser und noch mehr. Es gab ein Wohnhaus für Mädchen und ein separates für die Jungen. Man durfte aber auch nur in sein eigenes Haus rein gehen, dass andere war tabu. Bei dem Mädchen Wohnhaus gab es, als man rein kam ein paar Sofas, auf die man sich setzen konnte. Unten gab es dann auch schon ein paar Zimmer, aber die meisten Zimmer waren oben. Es gab 2 bis 4 Bettzimmer mit Regalen oder Schränken. In manchen Zimmern stand allerdings noch ein Klappbett. Diese waren allerdings nicht sonderlich bequem. Das Italienische Mädchen aus meinem Zimmer schlief auf so einem Bett, wir anderen haben in Holzbetten geschlafen. Das Haus allgemein war sauber und jeden Tag kamen Putzfrauen.
Zum Mittagessen und Abendessen gab es warme Mahlzeiten und am Wochenende haben wir bei den Ausflügen Lunchpakete mitbekommen. Leider war das Essen in der Kantine nicht sehr abwechslungsreich. Es gab fast nur abwechselnd Reis, Nudeln, Kartoffelecken und Pommes. Das Essen war aber bis auf ein paar Ausnahmen gut. Leider gab es aber auch kaum Obst. Ab und zu gab es ein paar Äpfel und ein paar Bananen, mehr aber auch nicht.
Jeden Morgen wurden wir durch eine Klingel um 07.15 Uhr geweckt und anschließend gab es Frühstück. In der Woche ging es danach mit dem Unterricht weiter. Wir hatten zweimal jeweils 90 Minuten Schule, getrennt von 30 Minuten Pause. Für den Unterricht und die Veranstaltungen am Nachmittag kamen die Kinder von den Gastfamilien mit auf das Gelände. In jeder Klasse wurden 15 bis 20 Kinder unterrichtet. Die Klassen wurden nach Englischleveln unterteilt. So war man mit Kindern in einer Klasse, die genauso gut Englisch konnten wie man selbst. Der Unterricht war locker gestaltet und man konnte jeder Zeit auch fragen, wenn man nicht hinterher kam oder Vokabeln nicht wusste.
Nach dem Unterricht gab es für alle Mittagessen. Am Montag, Mittwoch und Freitag gab es am Nachmittag immer eine Aktivität im Gelände. Dienstag und Donnerstag ging es zu Ausflügen in Dublin am Nachmittag. Außerhalb von Dublin waren wir immer samstags und sonntags . Da ging es dann um 9 Uhr los und wir waren zwischen 17 Uhr und 18 Uhr wieder im Internat.
Abendessen war danach und am Abend gab es dann immer noch eine Aktivität. Gegen 22 Uhr waren wir dann alle wieder in unseren Zimmern und es hieß Good Night.
Im Unterricht allein haben wir Vokabeln gelernt und angewendet, Aufgaben gelöst und viel Englisch miteinander geredet. Zwischendurch gab es manchmal ein paar Spiele. Jede Woche gab es ein bestimmtes Thema, wie zum Beispiel Ernährung. Jedes mal haben wir uns dann mit den einzelnen Themen beschäftigt und an Freitagen musste man etwas allein oder in einer Gruppe erarbeiten oder auch vorstellen. Dabei war zum Beispiel ein TikTok drehen oder eine Präsentation halten.
Montags gab es immer ein Drumming Workshop, auf dem man lernen konnte, wie man richtig trommelt. Einen Irish Dancing Workshop gab es jede Woche Mittwoch. Es war sehr lustig und man hat echt was gelernt.
In der letzten Woche gab es am Abend mal eine Modenschau, sogar mit Jury. Man musste in Gruppen Kostüme entwerfen. Als Material hatte man zum Beispiel Pappe, Aluminiumfolie, Luftballons und so weiter. Es war echt ein schöner Abend. Am Ende sollte einer pro Gruppe das Kostüm präsentieren in dem er es angezogen hat und einen Walk zu einem Lied gemacht hat.
Es gab viele Aktivitäten bei denen man auch Zeichnen oder Basteln musste, Sport Aktivitäten gab es auch immer im Angebot und bei Karaoke durfte man auch immer mitmachen. Einmal pro Woche gab es auch eine Movie Night, bei der man auch einen Snack bekommen hat.
An zwei Tagen waren wir in der kleinen Stadt Howth. Die Stadt ist sehr schön und man kann sie zu Fuß sehr gut erkunden. Am ersten Tag in Howth sind wir durch die Natur durch zu der Innenstadt gelaufen. Dort hatten wir etwas Freizeit. An einem unserer letzten Tage waren wir dann nochmals dort. Dort haben wir dann noch ein Leuchtturm besucht. Durch Gräser, Blumen und so ging es eine Zeit lang einen dünnen Weg nach unten. Leider war er geschlossen. Dafür hatte man von dort unten einen atemberaubenden Blick auf die Klippen. Anschließend sind wir den Weg wieder zurück und zur Innenstadt gelaufen, wo wir noch etwas Freizeit hatten. Dort konnte man auch schwimmen gehen. Der Tag war mit einer der wenigen, an dem es nicht geregnet hat. Ich habe sogar einen Sonnenbrand bekommen...
An einem der Samstage ging es für uns zu der Stadt Kilkenny. Dort haben wir uns von außen das Schloss angesehen. Wenn man rein hätte gehen wollen, hätte man sich von seinem Taschengeld selbst eine Eintrittskarte kaufen müssen. Unsere Begleiter haben uns etwas zu dem Schloss erzählt und danach hatten wir Freizeit. Souvenirläden gab es dort auch massig. Anschließend sind wir noch zu der Sankt-Cainnech-Kathedrale gelaufen. Ringsherum waren ganz viele Gräber und es gab auch einen kleinen Aussichtsturm, den wir leider nicht besteigen durften. Von innen war die Kathedrale auch sehr schön. Leider fing es, als wir wieder raus kamen wieder an mit regnen. Mit dem Bus ging es dann auch wieder zurück.
Ein weiterer Ausflug führte uns in das IMMA- Irish Museum of Modern Art. Leider hat mir das Museum nicht wirklich gefallen. Es war auch recht klein, weshalb wir nach ungefähr einer Stunde wieder draußen waren. Anschließend gingen wir noch in den 'Garden at the Royal Hospital Klimainham'. Der Garten war ähnlich wie ein Labyrinth. In der Mitte gab es einen Springbrunnen. In dem Garten gab es sehr schöne Blumen, aber es wuchsen dort auch Äpfel und Birnen.
In der letzten Woche am Donnerstag ging es für uns in das Stadtviertel Dun Laoghaire. Wir sind am Hafen entlang zu einem Leuchtturm gelaufen. Dort konnte man sich auch ein Eis kaufen. Manche sind dort auch schwimmen gegangen. Allerdings war das Wasser an der Stelle nicht besonders sauber. In der Hafenstadt wird viel geangelt und von dort aus sind auch viele kleine Boote und Schiffe los gefahren. Nach ungefähr einer dreiviertel Stunde Aufenthalt am Leuchtturm sind wir dann wieder zurück gelaufen. Anschließend hatten wir etwas Freizeit. Gegenüber von unserem Treffpunkt gab es ein paar Fahrgeschäfte. Unter anderem auch ein Riesenrad. Es war etwas klein, älter und wurde auch noch manuell bedient. Es war etwas wackelig, aber für die tolle Aussicht hat es sich gelohnt.
Allgemein fand ich die drei Wochen in Irland sehr schön und die Natur war beeindruckend. Die anderen Kinder, die Betreuer sowie die Lehrer waren sehr nett.
Und nicht ohne Grund heißt es: Irland ist die grüne Insel ;). Bis auf zwei Tage hat es täglich geregnet und ich bin immer komplett nass wieder im Internat angekommen.
Danke für die drei Wochen, die ich auf der grünen Insel verbringen konnte :).