Sprachaufenthalt Biarritz

Salut! Bin gerade von meinem Sprachaufenthalt in Biarritz, Frankreich zurückgekommen und würde liebend gerne einen ganzen Roman darüber schreiben, da ich wirklich unheimlich viele unvergesslich schöne Dinge erlebt und gesehen habe. Da ich zuhause viel zu tun habe, müsst ihr euch jetzt aber leider mit einem kurzen Bericht und Bildern vom wunderschönen Urlaubsziel genügen. Wie heißt es nicht so schön – Bilder sprechen mehr als tausend Worte 😊

Nach einem langen Tag wurden ich und meine Freundin von unserer Gastmutter schon am Flughafen in Biarritz erwartet. Anschließend an den herzlichen Empfang fuhren wir mit dem Auto nach Bidart, wo wir für die nächsten zwei Wochen wohnen würden. Unsere Gastmutter <<Trini>> zeigte uns sogleich unser lieblich eingerichtetes Zimmer, das wir in der ersten Woche noch mit einer Schwedin teilten, gleich darauf gab es frischen Salat, Gemüse und Fisch, begleitet von Baguette, das wirklich bei keiner Mahlzeit fehlen durfte! Bevor es für uns zu Bett ging, zeigte uns Trini bei einem Spaziergang und anschließender Erkundungstour im Auto das Dorf Bidart und die wichtigsten Plätze in Biarritz.

Gleich am ersten Tag lautete der Treffpunkt: Port Vieux – mit Badesachen am Strand! Was uns da erwartete erfreute uns dann weniger, wir konnten nicht wie bei Anblick der bereitliegenden Surfbretter zu erwarten war losstarten, sondern sollten eine Runde Schwimmen, jedoch waren wir glücklich als wir den Schwimmtest bestanden hatten. Darauf ging es in die Schule, wo der Französischunterricht begann. Am Nachmittag ging es dann das erste Mal an den Strand um zu Surfen.

Am dritten Tag ging es nun direkt mit dem Bus zur Schule, am Nachmittag versuchten wir erneut unser Glück beim Surfen. C’était déjà mieux! Da uns nach dem Kurs noch etwas Zeit bis zum Abendessen blieb, schlenderten wir noch ein wenig durch die charmanten Straßen von Biarritz und genossen das Urlaubsfeeling. Beim Einkaufen tauschte ich sogleich meine etwas unbequemen hohen Sandalen in Espadrilles, die ich von da an fast täglich trug.

Langsam hatten wir uns an den Unterricht gewohnt und die Vormittage vergingen im Flug. Auch das Surfen machte schon viel mehr Spaß, da wir uns beide das erste Mal im Wellenreiten versuchten war es ein unglaublich tolles Gefühl (auch nur für wenige Sekunden) die Balance auf dem Brett zu halten!

Am Abend lud uns unsere meganette Zimmergenossin ein, mit ihr an den Strand <<Grand Plage>> zu gehen, da sich dort die meisten Leute unserer Schule (France Langue), aber auch Schüler anderer Sprachschulen aus Biarritz treffen sollten. So war es auch – der ganze Strand war voller junger Leute, die gemeinsam den Abend ausklingen ließen und den Sonnenuntergang bestaunten. Ab diesem Tag ließen wir uns das bezaubernde Ambiente nur selten entgehen!

Der Tag des Sturms auf die Bastille, le 14 juillet, ist ein staatlicher Feiertag, an dem der Unterricht ausfiel, die Surflektionen fanden trotzdem statt – zum Glück! Diese Mal war es unsere Gastmutter, die uns darauf hinwies an den <<Grand Plage>> zu gehen; als wir ankamen war der Strand bereits doppelt so belebt als sonst; alle warteten gespannt auf das Feuerwerk, das schließlich um 23.00 begann und ganze 20 min andauerte – wirklich beeindruckend!

Endlich Wochenende! Am Samstag genossen wir es etwas länger schlafen zu können und fuhren am späten Vormittag nach Biarritz. Faire du shopping et se relaxer - so könnte man das Motto dieses gemütlichen Tags beschreiben! Auch ein leckeres Mittagessen durfte nicht fehlen, hatte mich schon lange auf frische <<moules>> gefreut!

Am Sonntag waren wir zeitig auf den Füßen, denn wir hatten einen Ausflug nach Spanien geplant. Wieso gerade Spanien? Ganz einfach, Biarritz ist ca. eine Stunde Zugfahrt entfernt von San Sebastián, einer Stadt mit coolen Tapabars und sehr netter Altstadt. Die Hitze hilt uns aber an diesem Tag vom Sightseeing ab, weshalb wir jeglich auf den Aussichtspunkt, eine ehemalige Festung mit einer großen Statue "Motako gaztelua" (übrigens Baskisch :) ). Nach einem kurzen Anstieg genoßen wir die einmalige Aussicht über die gesamte Stadt und den Hauptstrand "la Concha". Anschlißend gönnten wir uns eine Abkühlung im Meer und ein Sonnenbad.

Wir konnten es kaum glauben, aber die erste Woche war schon um. Die Zeit verging wirklich wie im Flug; deshalb wollten wir die zweite Woche noch in vollen Zügen genießen. Somit bemühten uns umso mehr beim Surfen und machten tolle Fortschritte.

Am Mittwochnachmittag hatten wir keinen Surfunterricht. Somit gingen wir an den Strand in Bidart, der jeglich zehn Gehminuten vom Haus entfernt war, machten Yoga und schauten den Surfern zu. Am Abend in verbrachten wir gemeinsam mit unserer Gastmutter und ihrer gesamten Familie. Es war ein wundervolles Gefühl, sich schon nach so kurzer Zeit in einer Familie dermaßen wohl und aufgehoben zu fühlen! Beim gemeinsamen Essen lernten wir uns alle näher kennen und konnten dabei unsere <<compréhension et expession orale>> am besten verbessern, da alle mit authentischer Geschwindigkeit und entsprechender Ausdrucksweise sprachen. Erstaunlich wie viel besser als in den ersten Tagen wir die Konversationen schon verfolgen konnten!

Unglücklicherweise verging die zweite Woche noch schneller als die erste! Mittlerweile kannten wir schon so viele Leute, hatten Freunde aus ganz Europa gefunden, die wir mit Sicherheit im nächsten Jahr besuchen würden. Wenn es nur irgendwie möglich gewesen wäre, wären wir jedenfalls noch mindestens eine Woche länger geblieben! Tja, dann eben im nächsten Jahr... Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Sprachreise nach Biarritz ermöglichen, zweifelsohne kann ich niemandem vermitteln, was es wirklich bedeutet dies selbst erlebt zu haben - deshalb euer Sprachreiseziel fürs nächste Jahr: Biarritz!