"Nissa la Bella" - Abikurs in Nizza (Sommer 2015)

Es ist immer leicht, in einer Stadt wie Nizza anzukommen und sich einzuleben - das schwere ist, sie wieder zu verlassen. Vom 02. bis zum 15. August sollten mich in Nizza die wohl schönsten zwei Wochen meines bisherigen Lebens erwarten... Was Kay One und ein Fußballspiel damit zu tun haben, könnt ihr in meiner Fotoreportage erfahren.
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Der Flug von Zürich nach Nizza verlief sehr ruhig. Eine große Überraschung bot sich aber, als ein bekannter Deutschrapper einstieg... Nach der Landung und einem Selfie mit Kay One ging ich durch den Ausgang in den Wartebereich und sah gleich meine Gastoma, die mich mit einem Schild erwartete. Solange Bourdis ist eine sehr nette Dame, die mich mit einem englischen Gastschüler und einer österreichischen Lehrerin beherbergt hat. Unsere Diskussionen beim Abendessen werden alle Beteiligten niemals vergessen. 

 

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Der Tag startete jeden Morgen mit einem Frühstück um Punkt 7.30 Uhr. Kaffee, Brot mit Marmelade und gelegentlich ein Croissant standen auf der Speisekarte. Danach ging der Busmarathon los. In Nizza gibt es zwei Sprachschulen von Alpha B: Eine im Zentrum und eine in Cimiez, einem Hügel am anderen Ende der Stadt. Ich wohnte im Zentrum und - richtig - ging in Cimiez zur Schule. Nach drei, vier Tagen konnte ich alle Busverbindungen auswendig.

 

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Wir starteten mit einem Einstufungstest und ich landete im B1/B2-Kurs. Die Abivorbereitung geschah durch viele lustige Rollenspiele und auch mal mit Grammatiklektionen. Wir hatten morgens von 9 bis 12.20 und nachmittags von 13.15 bis 15.55 Uhr Unterricht - allerdings nur von Dienstag bis Donnerstag. Das Mittagessen konnte man sich bestellen, um 12.20 Uhr war es pünktlich da. Auf dem Bild sieht man den Nachmittagskurs mit Delphine (neben der Tür). Zur Rechtfertigung: Es war der letzte Tag - man sieht, wieviel Spaß wir hatten. :D 

 

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"Nissa La Bella", wie Nizza im örtlichen Dialekt genannt wird, bot viele Freizeitmöglichkeiten. Nizza an sich hat rund 350.000 Einwohner, ist aber dank der jährlichen 4 Millionen Touristen stets belebt. Von Strand bishin zu Parasailing (richtig gute Aussicht inklusive) gab es alles. Das Volleyballfeld an der Opera Plage wurde zu unserem Treffpunkt, die nächtlichen Spiele auf diesen unvergesslich. 

 

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Und da wären wir auch schon bei der Abendgestaltung: Man traf sich (fast) jeden Abend erst einmal am Strand. Dort redete man und lernte sich so besser kennen. Danach wurde kollektiv beschlossen, wie es weitergehen sollte. Von Nachtschwimmen über sämtlichen Bars und Pubs bishin zu einer Rooftopbar über den Dächern Nizzas war auch hier wieder alles dabei. Abends über den Place Masséna zu laufen war aber auch so wunderschön... Viele Straßenmusiker und Akrobaten verbreiteten eine einmalige Stimmung.

 

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Die Sprachschule bot uns ebenfalls ein Freizeitprogramm an: So stand ein Besuch in einem französischen (-libanesischen) Restaurant an - Ratatouille (typisch für die Region) war angesagt. Tagesausflüge nach St. Tropez, Monaco und Cannes waren ebenfalls möglich. Ich konnte leider an keinem teilnehmen, weil alle zu den Zeiten waren, an denen ich Mittagsschule hatte. 

 

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Ein Highlight war auf jeden Fall der Besuch des Derbys OGC Nice vs. AS Monaco. Das Stadion (die Allianz Riviera, ein Abklatsch der Allianz Arena, nur kleiner) war mit 25.000 Zuschauern zwar nicht ausverkauft, die Stimmung war aber genial. Die Anti-Monaco-Fangesänge waren eine tolle Möglichkeit, französische Schimpfwörter zu lernen und gleich anzuwenden. Das Spiel wurde leider mit 1-2 verloren, eine unberechtigte rote Karte setzte den Spielverlauf auf den Kopf.

 

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Wo wir beim Thema wären: Monaco haben wir selbstverständlich auch besucht - wir waren dort sogar im Casino (ein Supermarkt... :D). Die vielen Luxusautos und der Strand (kleinere Steine als in Nizza) machten das Ganze zu einem gelungenen Ausflug. Die Atmosphäre dort machte Lust auf mehr... Die Rückfahrt mit dem Zug wurde zu einem Abenteuer, da wir vergessen hatten, das Ticket stempeln zu lassen. Fazit: Monaco ist anders und das macht den Stadtstaat sehenswert. 

 

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Ein Paar Worte über Nizza muss ich noch verlieren: Nizza ist definitiv eine wunderschöne Stadt, die man nicht verlassen will. Auch über die Gruppe muss ich das sagen. Ich habe so viele tolle Menschen kennengelernt, mit denen ich auch weiterhin Kontakt haben möchte... Das war das Schönste. Die Mitschüler, die teilweise aus anderen Ländern kamen, haben das Ganze erst so einmalig gemacht. Es ist richtig schade, dass es nur 14 Tage ging. Viele Kontakte werden auch weiterhin bleiben, ich habe Freunde fürs Leben kennengelernt.

 

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Ich kann Nizza und allgemein die Sprachreise an sich jedem empfehlen, der sein Französisch aufbessern und nebenbei auch noch etwas erleben will. Viele neue Freundschaften und Abenteuer werden eine kleine "Nebenwirkung" sein. Viele "souvenirs", wie meine Gastoma immer gesagt hat, habe ich definitiv mitgenommen - "souvenirs", das sind Erinnerungen...