Málaga - Lernen, Spaß und Feiern in Einem

Zwei Wochen in Spanien voller Abenteuer und Spaß sind zur besten Zeit meines Lebens geworden. Man lernt wahnsinnig viele Menschen kennen, freundet sich mit neuen Leuten an und verbessert auch noch die Sprachkenntnisse.

Tag der Anreise

Schon Tage im Voraus habe ich angefangen mir über die Sprachreise den Kopf zu zerbrechen: ich habe zwei Mal meinen Koffer umgepackt, 100 Mal die Infoblätter durchgelesen und bin ständig meine Flugdaten durchgegangen. Als ich dann im Flugzeug saß ist mir vor Aufregung und Freude fast schlecht geworden. Ständig habe ich mir Sorgen gemacht. Was passiert, wenn mein gebuchter Transfer nicht da ist? Was ist, wenn ich mich mit meiner Zimmernachbarin nicht verstehe? Letztendlich hat jedoch alles gut geklappt. Der AutoSol-Fahrer stand bereit und ich kam heil, erschöpft und glücklich im Club Hispánico an.

 

Meine Ankunft

Sobald ich mein Zimmer bezogen hatte, ging ich natürlich sofort zum Pool, wo ich von allen nett begrüßt wurde. Alle kamen sofort auf einen zu und verwickelten einen in ein Gespräch. Das ging auch später so weiter, bei der Begrüßung durch die Schulleitung und beim Aperitif. Danach gingen wir sogar noch alle zusammen zum Strand, wo wir bis mindestens Mitternacht blieben, redeten und uns anfreundeten. So lernte ich an meinem ersten Tag gleich unendlich viele Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern kennen: Slowaken, Deutsche, US-Amerikaner, Niederländer, Schweizer, Franzosen, Engländer, Iren und Österreicher.

Mein erster Tag

Mein erster Tag begann mit einem leckeren Frühstück und gleich darauf dem Einstufungstest. Dabei bekommt zuerst einen Bogen ausgehändigt, bei dem man einige Übungen machen muss und wenn man fertig ist, wird man ein bisschen von einem der Lehrer ausgefragt - alles kein Problem. Später kamen wir schließlich alle auf die Terrasse, um unser Sprachniveau zu erfahren. Ich landete als einzige von den Jugendlichen im Level B2. Auch als ich in den schon bestehenden Kurs kam, war ich die einzige unter 18. Was mich erst schockte und nervös machte, stellte sich am Schluss als ganz gut heraus. Alle Kursteilnehmer und Lehrer behandelten mich freundlich und respektvoll und ich konnte die ganze Zeit sehr konzentriert mitarbeiten, Das lag natürlich auch an den Lehrern, welche alle einen lockeren, aber strukturierten Unterricht lieferten, in dem auch Zeit für kleine Witze und Anekdoten war.

Trip nach Nerja

An meinem zweiten Tag, nahm ich mit meiner neu gewonnen Freundin des ersten Abens gleich an einer Tour teil. Mit dem Bus fuhren wir zuerst in ein anderes Örtchen, wo wir alle zusammen eine kleine Gasse durch die Häuser hochstapften (siehe Bild), um uns danach in einer Tapas Bar zu erfrischen und um den kleinen Hunger zu stillen. Der Ort war sehr malerisch mit netten Häuser und schönem Blick.

Klippen springen in Nerja

Nach unserem Aufenthalt in der Tapas Bar ging es weiter nach Nerja. Zwar ist Nerja voller Touristen, vor allem der Strand ist hasta las topes, aber trotzdem lohnt es sich dort hinzufahren. Das liegt einerseits an der schönen Stadt und der Pizza für 3,50 und andererseits am Meer, wo man von Klippen in jeder Höhe springen kann. Außerdem eignen sich diese Trips wunderbar, um mit noch mehr Leuten in Kontakt zu kommen und noch mehr Nationalitäten kennzulernen. Beispielweise lernte ich an diesem Tag neben anderen Deutschen und einem US-Amerikaner auch eine Polin kennen.

Feiern in Spanien

Zufälligerweise war während meiner ersten Woche in Spanien die Feria. Dort gibt es haufenweise Attraktionen und Fahrgeschäfte, aber auch endlos viele Clubs, die wir am Freitag der ersten Woche unsicher machten. Der einzige Nachteil an den Clubs der Feria war, dass ausnahmslos spanische Musik gespielt wurde und nach 16 Mal Despacito ist einfach irgendwann mal die Luft raus. Das war aber nicht weiter schlimm, denn falls man mal keine Lust mehr hatte, ist man einfach aus dem Club raus auf die Straße gegangen, wo einen die Partylaune der anderen sofort wieder angesteckt hat.

Shoppen in Spanien

Am Wochende hat man natürlich auch mal genug Zeit, um shoppen zu gehen. Neben Läden wie Zara, Forever 21 und Springfield, gibt es auch einen Laden namens Natura Selection. Von diesem stammt auch das Foto der Lista de la vida, welche Liebe, Freunde, Leben und Party beinhaltet und Unglück, Komplexe und Angst ganz wegstreicht. Diese Liste passt ziemlich gut zum optimistischen, spansichen Lebensstil, der sich sehr auf das Positive und Lustige konzentriert, weshalb die meisten Spanier auch so locker sind und ausgelassen feiern. Diesen Lebensstil merkt man übrigens auch der Kleidung an, die vor Farben und Blumen nur so strotzt.

Bootstour

Eine weitere Sache, an der man unbedingt teilnehmen sollte, ist die Bootstour. Wir saßen alle oben an kleinen Tischen und hatten einen tollen Blick: zuerst auf die Weiten des Meers und beim Zurückkehren auf die Stadt und die untergehende Sonne. Aber nicht nur der Blick macht diese Tour unvergesslich, sondern auch der Salzgeruch, der Wind und die Sonne, die allem ein totales Urlaubs-Feeling verleihen.

Das Highlight der Bootstour war aber etwas anderes. Tatsächlich sahen wir drei Delfine. Einer von ihnen ist auf dem Bild zu erkennen zumindest sollte er zu erkennen sein, aber leider sieht man nur ein undefinierbares Etwas aus dem Wasser hochtauchen...

Abschließend kann ich sagen, dass diese zwei Wochen zu der besten Zeit meines Lebens gehören. Das haben viele Faktoren ausgemacht. Einer davon war das gutgelegene Hotel mit einer Reihe an guten Restaurants in der Nähe und dem Meer, das nicht weit entfernt war. Trotzdem war es um das Hotel rum immer ruhig, da es eben nicht im Zentrum lag. Außerdem die Sprachschule mit den netten, aufgeschlossenen Lehrern und offenen Schülern, sodass man sich stets willkommen gefühlt hat. Ein weiterer Faktor waren die Ausflüge, bei denen man viel neues gesehen hat und abgesehen vom schönen Málaga noch mehr kennengelernt hat. Der letzte Faktor sind natürlich alle Leute, die ich kennengelenrt habe, nicht nur im Malaca Instituto/Club Hispánico, sondern auch auf der Straße oder beim Feiern. Dazu gehören einmal ein paar Spanier, aber auch andere Touristen aus den USA, Niederlanden oder Frankreich und viele andere, mit denen man sofort ins Gespräch kam.

Ich empfhele jedem, eine Sprachreise zu machen und freue mich schon auf meine nächste!