The best summer in Cheltenham

Mit viel Vorfreude aber auch einem mulmigen Gefühl bin ich Anfang der Sommerferien nach Cheltenham geflogen. Ich habe zwei unglaubliche Wochen dort verbracht, in denen ich nicht nur mein Englisch verbessert, sondern auch eine ganze Menge neuer Menschen kennengelernt habe, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Immer wenn ich an diese zwei Wochen zurückdenke, werde ich ein wenig wehmütig. Deshalb möchte ich nun ein paar meiner Erfahrungen in dieser Reportage zum Ausdruck bringen.

Am ersten Tag bin ich abends ziemlich spät in Cheltenham angekommen, weshalb ich nur noch schlafen wollte. Das habe ich nach dem Abendessen und einem Filmabend auch direkt getan. Erst am nächsten Tag konnte ich sehen, auf was für einem wunderschönen Campus ich gelandet war. Da ich nur die eher durchschnittlich und unscheinbar wirkenden Schulen in Deutschland gewohnt war, hat mich dieser Schuleingang sehr beeindruckt.

An einem der ersten Tage waren wir in der Innenstadt Cheltenhams in einem eher kleinen, aber sehr schönen Einkaufszentrum.

Sehr beeindruckend war auch das Warwick Castle, das wir besucht haben. Neben einem riesien Gelände, welches wir den Tag über erkundet haben, gab es auch ein Schauspiel zum mittelalterlichen Kampf. Dieser war so gut inszeniert, dass er für mich das Highlight des Tages war.

Besonders gut gefallen hat mir das tägliche Essen in der Dining hall. Wir haben alle in Internatshäusern direkt neben dem Schulgelände gewohnt, sodass wir uns dreimal täglich in der Dining hall zum Essen versammelt haben. Hier habe ich besonders in den ersten Tagen die meisten Kontakte geknüpft. Wenn ich mit meinem Tablett die Halle betrat habe ich geguckt, wo noch Plätze frei sind. Dort habe ich mich dann hingesetzt und wir haben uns alle gegenseitig vorgestellt. Dann dauerte es auch nicht mehr lange, bis ein Gespräch im vollen Gange war. 

Und findet ihr nicht auch, dass die Dining hall einen ein wenig an Harry Potter erinnert? Das zumindest war mein erster Gedanke, obwohl ich mich mit Harry Potter nicht auskenne. Später wurde mir aber auch von den waschechten Harry Potter-Fans bestätigt, dass unsere Dining hall auch für einen Harry Potter-Dreh genutzt werden könnte.

Da ich bei der Freizeitaktivität "Performing Arts" mitgemacht habe, hatte ich das Glück das Everyman Theatre besuchen zu dürfen, das in der Nähe der Schule lag. Wir haben eine ziemlich interessante Backstage-Führung bekommen und durften sogar den Schauspielern beim Proben zusehen. Ganz am Ende haben wir die Schlussszene unseres Stückes "Romina and Juliet" auf der Bühne spielen dürfen.

Besonders die Abendaktivitäten haben für eine allgemein lockere Sitmmung gesorgt. Ob es nun ein Karaoke-, Film- oder Discoabend war - die meisten waren mit voller Begeisterung dabei. Ein wenig schade war nur, dass die Aktivitäten für 12- bis 17-Jährige ausgelegt sein mussten, sodass gerade der Filmabend mal ein wenig langweilig werden konnte. Das hat aber so etwas wie der Karaokeabend sofort wieder wettgemacht.

Am emotionalsten waren dienstags die "Leaving-ceremonies". Da ich am nächsten Morgen das Camp schon um 6Uhr verlassen sollte, musste ich mich schon abends von allen verabschieden. Und obwohl ich nur zwei Wochen dort war, fiel mir das ziemlich schwer.

Diesen Panoramablick auf das Windsor Castle konnten wir von einer Kirmeswiese in der Nähe von Windsor genießen. Das Schloss ist wirklich sehr beeindruckend, auch wenn so viele Besucher da sind, dass man die Atmosphäre kaum genießen kann.

Wusstet ihr, dass das Windsor Castle der eigentliche Wohnsitz der Queen ist? Ich dachte vorher immer, dass die Queen im Buckingham Palace leben würde. An dem Tag, an dem wir das Windsor Castle besucht haben war die Queen sogar zuhause! Allerdings haben wir sie leider nicht gesehen...

Als wir nach der Besichtigung des Windsor Castles noch die Innenstadt und Umgebung Windsors erkundet haben, sind wir auf diese Ferien- und Privatwohnungen gestoßen. Wir fanden die Vorstellung in einer so schönen Wohnung mit eigenem Bootsanleger direkt am Fluss zu wohnen so schön, dass wir gleich in Tagträumereien verfallen sind und uns vorgestellt haben, wie es wohl wäre so zu leben oder einen Urlaub so zu verbringen.

Zwei Tage vor meiner Abreise stand endlich der lang ersehnte Ausflug nach London an. Morgens sind wir schon um 5 oder 6Uhr aufgestanden, um so früh wie möglich loszufahren, da die Fahrt etwa 2,5 Stunden dauerte.

In Londen angekommen besuchten wir zuerst die National Gallery of Arts und bekamen dann eine Stadtführung durch London. Leider war unsere Gruppe so groß, dass ich nicht immer verstehen konnte, was gerade gesagt wurde. Deswegen war die Freude umso größer, als wir London später auf eigene Faust erkunden durften. Dabei sind natürlich Souvenir-Shops nicht zu kurz gekommen, aber wir haben uns auch die Straßenkunst am Trafalgar Square angeschaut. Als wir Hunger bekamen, haben wir uns auf die Suche nach einer Eisdiele gemacht. Hier gab es exotische Sorten wie "Schoko-Chili". Das konnte ich allerdings nicht essen, weil ich die Schärfe nicht gewohnt bin. 

Als wir uns am späten Nachmittag wieder auf den Heimweg gemacht haben waren wir alle total müde von den vielen neuen Eindrücken. Abends fielen wir dann erschöpft aber glücklich ins Bett.

Auch wenn wir nicht lange am Buckingham Palace geblieben sind, war es schön den Ort, den man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, mit eigenen Augen sehen zu können.